Drawing with
algorithms.
Generative art, plotted in ink on paper by vintage pen plotters. By Fabian Eck.
Wie ich vom Anschauen
zum Plotten kam.
Jedes Projekt beginnt schon lange bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird. Eine Idee für einen neuen Algorithmus kann monatelang in meinem Kopf herumschwirren: Ich trage sie mit mir herum, baue sie gedanklich auf und gehe ihre Schritte in Gedanken durch. Erst wenn sie sich dort bewährt hat, schreibe ich einen kleinen Python-Prototyp, um zu sehen, ob die Methode überhaupt funktioniert.
Dann beginnt der langwierige Teil. Ich verfeinere den Code und füge über mehrere Wochen hinweg Parameter hinzu, um das Verhalten noch genauer zu steuern – in der Regel zwischen zehn und dreißig. Meine eigenen Tools wandeln das Ergebnis direkt in HP-GL, G-Code oder SVG um, einschließlich Pfadoptimierungen für die jeweilige Maschine. Danach gehen die Experimente auf den Plotter: Geschwindigkeiten, Stifte, Stiftdruck. Ich führe Aufzeichnungen über jeden Durchlauf, und mein praktisches Wissen über jede Maschine wächst stetig. Manche Algorithmen benötigen Stunden, manchmal sogar einen ganzen Tag, um ein einzelnes Bild zu berechnen. Ich lasse sie laufen: Ob sich dabei etwas Interessantes ergibt, zeigt sich oft erst im Laufe einer solchen Zeitspanne. Die Optimierung des Codes erfolgt erst später, sobald ich mir sicher bin, dass es sich lohnt, diesem Weg weiter zu folgen.
Einem Plotter beim Zeichnen zuzusehen, ist für mich so, als würde ich in ein Lagerfeuer starren: Das Bild entsteht Strich für Strich, und ich kann meinen Blick nicht abwenden.
Die meisten meiner Geräte sind A3-Flachbettscanner; dafür bevorzuge ich Bristolkarton. Die Großformatplotter laufen manchmal noch mit Originalpapierrollen aus den Achtzigerjahren. Ich zeichne meist in Schwarz, mit technischen Tintenstiften und alten Plotter-Stiften, von denen ich einige umgebaut habe. Vor allem die alten Filzstifte sind nach vierzig Jahren eine Herausforderung, aber wenn sie funktionieren, bringen sie etwas auf das Papier, was kein moderner Stift schafft. Ich mag es, wenn der Stift seinen Charakter im Bild hinterlässt.
Einige Motive gibt es als kleine Serien von fünf bis zwanzig Blättern, signiert und nummeriert, von denen keines dem anderen gleicht, da jeder Stift ein wenig anders zeichnet. Andere Werke werden genau einmal gezeichnet. Es wird nichts Digitales zum Verkauf angeboten: Die Arbeiten bestehen aus Tinte auf Papier.
Ich arbeite in Hamburg und bin offen für Aufträge, Kooperationen und Ausstellungsanfragen. Wenn du etwas im Sinn hast, melde dich gerne bei mir.
Atelierbesuche sind nach Vereinbarung willkommen. Schreib vorher, und komm zum Schauen oder zum Reden.
Drawing with
algorithms.
Generative art, plotted in ink on paper by vintage pen plotters. By Fabian Eck.
Wie ich vom Anschauen
zum Plotten kam.
Jedes Projekt beginnt schon lange bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird. Eine Idee für einen neuen Algorithmus kann monatelang in meinem Kopf herumschwirren: Ich trage sie mit mir herum, baue sie gedanklich auf und gehe ihre Schritte in Gedanken durch. Erst wenn sie sich dort bewährt hat, schreibe ich einen kleinen Python-Prototyp, um zu sehen, ob die Methode überhaupt funktioniert.
Dann beginnt der langwierige Teil. Ich verfeinere den Code und füge über mehrere Wochen hinweg Parameter hinzu, um das Verhalten noch genauer zu steuern – in der Regel zwischen zehn und dreißig. Meine eigenen Tools wandeln das Ergebnis direkt in HP-GL, G-Code oder SVG um, einschließlich Pfadoptimierungen für die jeweilige Maschine. Danach gehen die Experimente auf den Plotter: Geschwindigkeiten, Stifte, Stiftdruck. Ich führe Aufzeichnungen über jeden Durchlauf, und mein praktisches Wissen über jede Maschine wächst stetig. Manche Algorithmen benötigen Stunden, manchmal sogar einen ganzen Tag, um ein einzelnes Bild zu berechnen. Ich lasse sie laufen: Ob sich dabei etwas Interessantes ergibt, zeigt sich oft erst im Laufe einer solchen Zeitspanne. Die Optimierung des Codes erfolgt erst später, sobald ich mir sicher bin, dass es sich lohnt, diesem Weg weiter zu folgen.
Einem Plotter beim Zeichnen zuzusehen, ist für mich so, als würde ich in ein Lagerfeuer starren: Das Bild entsteht Strich für Strich, und ich kann meinen Blick nicht abwenden.
Die meisten meiner Geräte sind A3-Flachbettscanner; dafür bevorzuge ich Bristolkarton. Die Großformatplotter laufen manchmal noch mit Originalpapierrollen aus den Achtzigerjahren. Ich zeichne meist in Schwarz, mit technischen Tintenstiften und alten Plotter-Stiften, von denen ich einige umgebaut habe. Vor allem die alten Filzstifte sind nach vierzig Jahren eine Herausforderung, aber wenn sie funktionieren, bringen sie etwas auf das Papier, was kein moderner Stift schafft. Ich mag es, wenn der Stift seinen Charakter im Bild hinterlässt.
Einige Motive gibt es als kleine Serien von fünf bis zwanzig Blättern, signiert und nummeriert, von denen keines dem anderen gleicht, da jeder Stift ein wenig anders zeichnet. Andere Werke werden genau einmal gezeichnet. Es wird nichts Digitales zum Verkauf angeboten: Die Arbeiten bestehen aus Tinte auf Papier.
Ich arbeite in Hamburg und bin offen für Aufträge, Kooperationen und Ausstellungsanfragen. Wenn du etwas im Sinn hast, melde dich gerne bei mir.
